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Tosca unterwegs von Hamburg nach Berlin

Mitte Juli 2018 ging es mit dem Hausboot Tosca zurück von Hamburg nach Berlin. Diesesmal war es nicht so leicht, da die Elbe so wenig Wasser wie schon lange nicht mehr hatte. Wegen dem fehlenden Wasser haben wir auch diesmal nicht viele Boote gesehen. So gehörte die Elbe fast uns allein, nur mit den Schubbooten und Schleppern haben wir sie uns geteilt. Um aber von Hamburg wegzukommen, waren wir von der Flut abhängig, da sonst kein Vorankommen möglich gewesen wäre. Also mussten wir geduldig warten, bis diese Einsetzte. Mit der Flut fuhren wir dann zur ersten Schleuse und von da an konnten wir so früh los wie wir wollten.

Wie immer hatten Aline und ich verdammt viel Spaß, Niedrigwasser hin oder her. Die Tage haben bei uns immer sehr früh gestartet, damit wir soweit es ging kommen konnten. Wir haben gemeinsam Frühstück gemacht und dann am Steuerstand unseren Kaffee genossen. Aline war etwas mehr verschlafen in der Früh, aber eigentlich immer gut gelaunt und dass, obwohl sie kein Morgenmensch ist, das liegt wohl am Leben auf dem Wasser. Mit ihr würde ich die ganze Welt befahren. So kalt wie bei der Überführung von Berlin nach Hamburg war es diesmal nicht, wir konnten die Tage geniessen und haben auch Farbe bekommen. Nur in der Früh und am Abend war es etwas frisch. Wir haben die Sonne genossen und sind aus Zeitmangel nicht ins Wasser zum Schwimmen (kann auch daran liegen, dass wir beide Warmduscher sind). Wir haben uns in der Sonne gerekelt und die Natur beim Vorbeiziehen genossen. Es war ein Spektakel einen so rießigen Fluß mit so wenig Wasser zu erleben. Die Pferde, Kühe und Schafe haben sich einen Platz im Schatten gesucht oder lagen im Fluß. Es war leicht zu erkennen, das sie das kühl von der Elbe genossen haben. Mittags haben wir uns meistens eine Brotzeit gemacht und ich hatte dank Aline eine Riesenauswahl an veganen Aufstrichen, veganem Käse und sehr viel Obst und Gemüse. Ich habe uns auch noch Gemüse (Gurke, Zucchini und Kohlrabi) von meinen Hochbeeten mitgebracht, die wir tagsüber roh genascht haben oder eben mitgekocht haben.

Aline hat die Rücküberführung sehr gut geplant, so hatten wir abends immer mehrere Möglichkeiten zum Anlegen.

Was sehr wichtig ist, denn es ist ja nie sicher wie weit wir wirklich kommen.

Abends haben wir, nachdem das Hausboot gut vertaut war, online geprüft ob ein Restaurant in der Nähe war, das wir gerne ausprobieren würden. Meistens haben wir aber gemeinsam gekocht und das war auch immer das Beste, denn bei uns heißt es nicht „zu viele Köche verderben den Brei“. Bei uns lief die ganze Zeit Musik, also haben wir viel getanzt und gelacht und das auch beim Kochen. Die Rückfahrt war einfach der Hammer. Am Steuerstand haben wir unser Sonnendeck aufgebaut und so den ganzen Tag an der frischen Luft verbracht, diesmal zum Steuern oder um faul in der Sonne zu liegen. Wir hatten Proviant für viele Tage dabei und haben trotzdem, sobald wir angelegt haben, Essen gekauft. Denn bestimmtes Obst und Gemüse war immer schnell weg und Knabbereien haben auch nicht lange gehalten. Wenn ich keine anderen Pläne gehabt hätte, wäre ich gerne länger geblieben, aber leider musste ich die Rückführung früher verlassen. Es ist herrlich, nichts anderes zu machen, als durch die Natur zu shippern, sich dabei zu sonnen und was zu essen. Auf dem Hausboot ist es ein Leben ohne Sorgen, denn die werden auf dem Steg zurück gelassen. Ich hatte mehrere Bücher dabei, aber habe nur eines gelesen, denn abends haben wir uns dann zusammen gesetzt und zum Essen eine Flasche Wein geöffnet und über das Leben philosophiert. Wir sind trotzdem nie spät ins Bett, da wir ja wussten, dass wir am nächsten Tag wieder früh los mußten. Aline hat nach ihrem Morgenkaffe die Liegegebühr gezahlt und während sie weg war, haben wir die Tosca zum Ablegen fertig gemacht.

Wir waren schnell ein gut eingespieltes Team und mussten nicht viel reden oder diskutieren. Sobald wir auf dem Wasser waren gab es dann das vorbereitete Frühstück auf unserem herrlichen Sonnendeck. Die die gesteuert hat wurde von der anderen bedient und verwöhnt. So ein Tag auf dem Wasser verging eigentlich immer zu schnell. Wir haben uns darauf konzentriert immer schön in der Fahrspur zu bleiben, so wie es die Karte anzeigt, viel gelacht und gegessen. Eine Diät auf einem Hausboot zu machen ist keine gute Idee und das hatten wir beide zum Glück nicht vor. Unsere Reise verlief einfach reibungslos, bis die Elbe immer seichter wurde. Jetzt mussten wir uns alle zusammen auf die Elbe konzentrieren, um Sandbänke oder andere Gefahren zu erkennen, bevor wir sie befuhren. Leider hat das nicht so ganz geklappt.

Die Elbe hat versucht unsere Reise zu stoppen, aber wir haben uns nicht aufhalten lassen. Auch wenn wir einen halben Tag dadurch verloren haben. Die Tosca ist nämlich auf der Elbe auf Sand gelaufen, da die Seekarte durch den Niedrigstand nicht mehr gestimmt hat. So mussten wir warten, bis wir von einem kleinen Schlepper „gerettet“ werden konnten, da die Wasserwacht die Elbe mit ihren großen Schiffen nicht mehr befahren konnte.

 

Jetzt hatten wir Zeit zum Grillen und relaxen. Wir konnten ja sowieso nichts machen. Als unsere Retter von der „Bitter“endlich gekommen sind, haben sie uns in Schlepp mitgenommen. Sie haben uns gewarnt das uns das gleich wieder passieren kann, wenn wir alleine weiter fahren und dass wir Glück gehabt hatten. Sie meinten auch die Karten sind nur gut um die Häfen zu sehen und die Funkfrequenzen von den Schleusen, aber ansonsten taugen die Karten nichts. Die „Bitter“ hat uns mit zu ihrem Nachtquartier genommen und dort haben wir auf den nächsten Morgen gewahrtet, um dann mit sicherem Geleit von der „Bitter“ die Elbe weiter aufwärts zu fahren. Sie haben uns soweit gebracht, bis es etwas besser war mit dem Wasserstand und den Sandbänken. Hier ein dickes DANKE an die „Bitter“! Wir haben bei der Weiterfahrt auf ihre Anweisung geachtet und sind nicht mehr nach Karte gefahren und so haben wir es dann auch sicher zur Havel geschafft.

Wir haben noch auf der Elbe den Wunsch in den Himmel geschickt, dass Aline mit der Tosca bitte bis nach Berlin zurück kommt und sie nicht unterwegs liegen lassen muss.

Von der Elbe ging es dann auf die Havel und hier waren zu unserem Erstaunen die Schleusen auf beiden Seiten offen. So einfach haben wir keine Schleuse je durchfahren. Der Wasserstand war so niedrig, dass die ersten Schleusen nicht geschlossen werden mussten.

Nun ging auch meine Reise mit dem Hausboot Tosca zu Ende, denn in Magdeburg habe ich dieses tolle gemütliche Kleinod verlassen und Aline ist mit ihrer Crew weiter geschippert.

Für die, die ich neugierig gemacht habe, Ihr könnt das Hausboot Tosca mieten. Bei Interesse wendet Euch an Aline. Ihr findet sie auf facebook:

Aline Opernsängern und Hausboot Tosca

Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen liebe TOSCA.

Alles Liebe

Eure Baroness Christiane

 

 

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