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Mit der Harley von Ingolstadt nach Trogir

ENDLICH geht es los, mein erstes kleines Abenteuer mit meiner „Lady“, eine Sportster Custom 1200, und mit meinem 18 Jahre alten treuen Begleiter Flocky. Ich habe beschlossen nicht in den Urlaub nach Kroatien zu fliegen, sondern den Urlaub gleich mit der Fahrt zu beginnen und die Strecke mit meiner Harley zu geniessen. Es ist ja auch eine der schönsten Strecken. 954km lagen vor uns und ich freute mich darauf. Geplant war mittags von Ingolstadt gemütlich loszufahren und die erste Nacht am Jochberg zu verbringen, denn der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Es war ein verdammt heißer Tag und ohne zu fahren war es eine Qual. Die Fahrt über die A9 war einfach, doch bereits bei der Abfahrt auf die A99 staute es sich. Leider gibt es immer die Autofahrer, die einen nicht vorbei lassen. Anscheinend verstehen sie nicht, dass ich keine Klimaanlage unter meinem Helm oder meiner Kleidung trage und dass es in der prallen Sonne unerträglich ist zu stehen, es besteht die Gefahr, dass ich umkippe wegen Hitzschlag. Der Stop and Go Rhythmus hat sich bis zur Abfahrt nach Kitzbühel so hingezogen. Schrecklich….. Aber dann ging es gemütlich und relaxt weiter.

 

 

 

 

 

 

 

Flocky und ich haben die erste Nacht im Gasthaus Alte Wacht verbracht. Das liegt genau auf der Strecke und ich habe ein veganes Abendessen und ein veganes Frühstück bekommen. Für ein Gasthaus, das darauf nicht eingestellt ist, war ich sehr glücklich, dass auf mich Rücksicht genommen wurde und die Küche sich was einfallen hat lassen. Hier ein dickes DANKE! Flocky

und ich waren nach den ersten Hundert Kilometern nicht K.O., aber ich wollte am nächsten Tag früh aufstehen, damit wir gemütlich weiter fahren können und deshalb sind wir früh zu Bett gegangen. Mein kleiner Schatz war etwas unruhig und deshalb durfte er ausnahmsweise auf meinen Klamotten und seiner Decke bei mir im Bett schlafen.

Ich war vor dem Wecker wach und habe erstmal 15 Minuten Yoga gemacht, bevor ich meiner Lady guten Morgen gesagt habe und zum Frühstück bin. So starte ich einfach besser in den Tag.

Nach einem üppigen Frühstück habe ich den Wetterbericht geprüft und gesehen, dass in Kroatien die Bora wiedermal wütet. Das bedeutet, wenn ich Pech habe, dass ich die Küstentour nicht fahren kann, aber jetzt geht es erstmal über Italien und Slowenien nach Rijeka. Also meine Lady bepackt, das TomTom eingestellt und los geht es.

Zur Info: Mein Sattel und meine Satteltaschen sind nicht aus Leder

Golden Lady

Mein nächstes Ziel ist Rijeka mit einem kurzen Zwischenstopp in Triest. Flocky hat seine Motorradbrille auf und sitzt glücklich in seiner Tasche, also kann die Tour über die Berge beginnen.

Wir haben wieder tolles Wetter, die Sonne scheint und es ist nicht so heiß wie gestern. Die Tour über die Berge ist einfach GEIL! Schöne Kurven (wenn da nicht die Wohnmobile wären, die hier ungelogen, 50kmh fahren), tolles Wetter und viele gut gelaunte Biker. HERRLICH!

Es geht übers Land und an der Küste entlang nach Triest und im nachhinein kann ich sagen, dass hätte ich mir ersparen können. Hier sind Alle sonnenbekloppt und angetrunken, also ich wieder schnell aus Triest raus und natürlich nehme ich genau die Straße, die eine fiese Steigung hat und immer enger wird. Umdrehen ist nicht mehr, also jetzt Augen zu und hoffen, dass kein Auto kommt und prompt muss ich stehen bleiben. Mein Herz rast, Adrenalin steigt, Mantra „bitte fall nicht um, bitte fall nicht um, bitte fall nicht um“, welches zu „bitte fahr los, bitte fahr los, bitte fahr los“ wechselt. Oben angekommen habe ich ein Stoßgebet an das Universum gesendet und mich bedankt, dass wir das gewuppt haben. Von der Küste geht es jetzt weg durch Slowenien, hier ist alles gechillt. Schöne Landschaft, relaxte Autofahrer und schwupps bin ich auch schon in Kroatien. Hier machen wir eine kurze Rast, damit Flocky Pipi machen und ich was trinken kann. Nach Rijeka ist es nicht mehr weit und wir haben Zeit, also fahren wir gemütlich weiter. In Rijeka angekommen sind sich mein TomTom und mein Ausdruck nicht einig, wie es zum Hotel geht, kaum habe ich die richtige Straße gefunden, geht es nicht weiter, die Straße ist wegen einer Veranstaltung gesperrt. Also, direkter Weg ist nicht, wir drehen wieder um und schlängeln uns irgendwie zum Hotel. Am Hotel angekommen, die Lady erstmal frei gemacht. Der gepriesene Parkplatz ist voll, also muss meine Golden Lady auf einen Parkplatz, der auch bereits voll ist, aber wo eben noch ein kleines Fleckchen im Eck frei ist. Meine Beinmuskeln und Armmuskeln freuen sich.

Zurück im Hotel werde ich erstaunt gefragt, ob ich mit dem Hund alleine unterwegs bin und ob ich keine Angst hätte. Worauf ich meinte: „sofern die Italiener sich benehmen und ich mein Zimmer bekomme, hat keiner etwas zu befürchten.“ Die Herren haben meinen Scherz verstanden und gelacht. Der Blick von meinem Zimmer ist schön und ladet zum Entspannen ein, doch zuerst gehe ich mit Flocky Gassi. Kaum sind wir zurück auf dem Zimmer, hat er sich auch schon auf sein Plätzchen gelegt und schläft wieder. Das Alter hat was, alles was zählt ist „Dabei sein, Schlafen, Kuscheln und Essen“.

Nachdem ich mich geduscht und umgezogen habe, geht es zum Essen. Hier muss ich sagen, das Küchenteam hat es versucht. Es gab viel Dosengemüse, noch gefrorene warme Pilze und etwas Salat dazu. Das Essen war essbar, aber alles andere als der Hit. Doch der Abendspaziergang mit Flocky an der Küste hat alles wieder gut gemacht, Essen wird eh überbewertet (schmunzle).

Wir sind wieder schnell zu Bett gegangen, denn ich wollte am nächsten Tag richtig früh los fahren. Wie ich sehen konnte war die Bora immer noch aktiv und ich hoffte, dass sie am Morgen schwächer sein wird. Also kein Frühstück und kein Yoga. Mit Flocky Gassi gehen, meine Lady bepacken um dann so schnell wie möglich loskommen. Also, beim Check Out, Wetter noch einmal geprüft, Bora ist bereits aktiv – MIST.  Aber ein Wasser wäre schon gut. Also, nach dem Zahlen (eine Nacht mit Hund, mit Frühstück und Tipp) um eine Flasche Wasser gebeten. Die Antwort hat mich kurz sprachlos gemacht, „ich kann mir das selber im Restaurant holen“ – ich darauf „OK, kann ich dann bitte meinen TIPP zurück haben.“ Die Gesichter der Herren unbezahlbar und ein Wasser habe ich dann doch noch bekommen. Es hatte mittlererweile kurz geregnet, aber ich entscheide mich gegen die Regenkombi. Mit Glück komme ich trocken in Trogir an, es sind ja nur 330km. Also, rauf auf meine Golden Lady und los geht es. Doch kaum aus Rijeka draußen, sind die ersten Kilometer an der Küste die Hölle. Der Wind hebt uns an und verschiebt uns immer wieder etwas. Das macht keinen Spaß. Also musste ich mich leider gegen die Küstenstrecke entscheiden und bin hoch auf die E71 gefahren, somit hatten wir 389km zu fahren und das immer schön langsam den Wohnmobilen hinterher. Da ich ungern in Kurven überhole und die Straße sehr kurvenlastig war, habe ich mit der Bora gekämpft, gehofft ,dass es nicht schlimmer wird und dass das Wohnmobil endlich schneller fährt oder ich überholen kann. Geregnet hat es anscheinend bereits vor uns, denn nasse Autos sind uns entgegen gekommen. Die Wohnmobilfahrer waren auf jeden Fall schön gechillt unterwegs, sind nicht schneller geworden, aber ich habe es dann doch endlich geschafft sie zu überholen. Auf der Autobahn angekommen, habe ich Gas gegeben und war eigentlich sehr schnell in Trogir am Ziel, wo uns die Sonne erwartet hat. Wir sind nicht nass geworden und waren viel zu früh da, aber egal, wir haben uns in die Wiese gelegt und gechillt. Ich werde diese Tour bestimmt wieder fahren und hoffe dann darauf, dass keine Bora mir die Tour vermasselt.

Damit Flocky keine Augenentzündung bekommt, hat er diese schicke Hundebrille von mir bekommen. Er mag sie zwar nicht, aber wenn wir fahren, akzeptiert er sie. Was ich ihm eventuell noch besorge ist ein Ohrenschutz, denn auf der Harley ist es eben doch laut, auch wenn er bereits fast taub ist.

In diesem Sinne „Born to ride and ride to live“

Alles Liebe

Eure Baroness Christiane und Baron Flocky

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